Wegweiser für weltweite Robotikentwicklungen
Robotik zählt zu den bedeutendsten Technologietrends weltweit. Wie stark die „Robotik und KI made in Germany“ ist, zeigt die erste German Robotics Conference (GRC). Vom 13. bis 15. März 2025 treffen sich die führenden deutschen Robotik- und KI-Fachleute auf der vom Robotics Institute Germany (RIG) organisierten Konferenz in Nürnberg. Im Mittelpunkt stehen die RIG-Forschungscluster, Vorträge und interaktive Präsentationen zu den neuesten Trends in der Robotik, hochkarätige Forschungs- und Industrie-Panels sowie Robotik-Demos der RIG-Partner. Das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML stellt dabei verschiedene Robotik- und Simulationslösungen sowie den Kommunikationsstandard M2X vor.
Mit über 1.200 wissenschaftlichen Publikationen in den letzten fünf Jahren, mehr als 70 durch die Deutsche Forschungsgesellschaft (DFG) unterstützten Großprojekten und neun deutschen Universitäten unter den Top-100 im weltweiten CS-Ranking für Robotik ist der Standort bestens aufgestellt. Wie eine Trendstudie des Beratungshauses Capgemini zeigt, rangieren KI-basierte Robotik sowie generative KI unter den fünf Top-Technologie-Trends 2025 weltweit. Und auch für die Industrie wird KI-basierte Robotik zunehmend wichtig: Fast die Hälfte der weltweit befragten Unternehmen (48 %) entwickeln derzeit Anwendungsszenarien und unter Investoren sind sogar 89 % überzeugt, dass KI-basierte Robotik zu den Top-3-Technologiethemen 2025 zählt.
Als RIG-Partner lädt das Fraunhofer IML an einem Gemeinschaftsstand die Besucherinnen und Besucher zu einer Physiksimulation ein, in der sie Logistikroboter durch ein virtuelles Lagerhaus navigieren können. Zudem können sich die Standgäste über die neuesten robotischen Entwicklungen des Instituts (z. B. das Flottenmanagementsystem Aulis) informieren und erleben hautnah fortschrittliche Simulationslösungen, die das Testen und Trainieren von robotischen Systemen und KI-Lösungen ermöglichen. Ebenso stellt der Lehrstuhl für Förder- und Lagerwesen der TU Dortmund eine Veröffentlichung zur Kommunikationsschnittstelle M2X vor, die zusammen mit dem Fraunhofer IML entwickelt wird. Dabei standardisieren die Forschenden nahtlos zur VDA 5050 die peripheren Schnittstellen von mobilen Robotern mit der Industrie.
Demos, Diskussionsrunden und exklusive RIG-Insights über Trends in der KI-basierten Robotik: Was im Fokus der German Robotics Conference steht
Auf der GRC haben führende Forschende überwiegend aus Deutschland, darunter RIG-Koordinatorin Prof. Angela Schoellig von der Technischen Universität München (TUM), RIG-Sprecher Prof. Tamim Asfour vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie Prof. Wolfgang Burgard als lokaler Gastgeber und RIG-Partner Technische Universität Nürnberg (UTN), erstmals gemeinsam Einblicke in die aktuelle Forschung der KI-basierten Robotik in Deutschland gegeben, u. a.:
Neueste Trends in der KI-basierten Robotik: Über 200 Forschende präsentierten in Kurzvorträgen und im Rahmen von Poster-Sessions die aktuellen Trends in der KI-basierten Robotik – wie etwa Roboterdesign und lernende Algorithmen für die Roboter-Wahrnehmung und -Interaktion.
Forschungscluster: Aktuell entstehen Fokusbereiche im Bereich der Forschung, die so genannten Forschungscluster. Dort werden diverse Themen zu Robotik und KI diskutiert, von multimodalem Lernen in der Robotik, über vernetzte Robotik, Sicherheit und Zuverlässigkeit von KI-basierter Robotik bis hin zu Robotern mit Tastsinn und KI-basierter Industrierobotik. Das Ziel ist, Cluster zu definieren und gemeinsam im RIG-Netzwerk an diesen Themen zu arbeiten.
Robotics Institute Germany: In der Wissenschaft weltweit vorne
Cem Özdemir, Bundesminister für Bildung und Forschung (BMBF): »Robotik ist eine der Schlüsseltechnologien unserer Zeit. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung treibt die KI-basierte Robotik voran, damit Deutschland führender Industriestandort bleibt. Mit dem »Robotics Institute Germany« wird die deutsche Spitzenforschung in der Robotik nachhaltig, zukunftsgerichtet und international sichtbar vernetzt und so zur internationalen Talentschmiede ausgebaut. Es leistet damit einen wichtigen Beitrag für eine deutschlandweit starke und international wettbewerbsfähige Robotikforschung.«
Prof. Angela Schoellig von der Technischen Universität München (TUM), Koordinatorin des RIG und Co-Sprecherin des RIG: »KI-basierte Robotik spielt eine immer bedeutendere Rolle – in der Industrie, im Gesundheitswesen und in der Mobilität. Auf der ersten Konferenz des Robotics Institute Germany diskutieren wir nicht nur aktuelle Entwicklungen und zeigen hochmoderne Robotik vor Ort. Wir machen auch eindrucksvoll klar, dass wir in der Wissenschaft und Talentförderung weltweit ganz vorne mit dabei sind und auch das Thema des Transfers in die Praxis einen sehr hohen Stellenwert einnimmt.«
Prof. Tamim Asfour vom Karlsruher Institut für Technologie, Sprecher des RIG: »Die Bündelung unserer Forschungsexzellenz im Robotics Institute Germany ist ein entscheidender Schritt, um Deutschlands Führungsposition in der KI-basierten Robotik weltweit zu stärken und auszubauen. In den RIG-Forschungsclustern adressieren wir fundamentale Fragen und Herausforderungen der KI-basierten Robotik, um die nächste Generation von intelligenten Robotersystemen für die unterschiedlichsten Anwendungen zu entwickeln. Durch die Verbindung von Grundlagenforschung und Innovation schafft das RIG einen einzigartigen Rahmen, der einen Beitrag zu Deutschlands technologischen Souveränität in diesem Zukunftsfeld leistet und nachhaltig sichert.«

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